Die wichtigsten Regeln für den Besuch einer Straußwirtschaft

 

  1. Frage nie, ob es sich bei einer Straußwirtschaft um Vogelzucht handelt. Wer das denkt,
    entlarvt sich als Kulturbanause und riskiert, schlechten Apfelwein serviert zu bekommen.

     

  2. Die richtige Anrede lautet immer Du oder Ihr. Alle gesellschaftlichen Unterschiede sind
    mit dem ersten Schluck weggespült.

     

  3. Versuche nie, vorher Plätze telefonisch zu reservieren. Das geht nicht. Es ist auch absolut
    unüblich, der Wirtin mitzuteilen, dass Du einen Tisch für sechs Personen suchst.
    In den meisten Straußwirtschaften wirst Du nur ein mitleidiges Lächeln ernten.
    So viele freie Plätze an einem Tisch gibt es selten.

     

  4. Setze Dich nie allein an einen freien Tisch. Erstens gibt es den in einer guten Straußwirtschaft
    gar nicht und zweitens würden die anderen Gäste dies so deuten, dass Du Dich selbst für etwas Besseres hältst.

     

  5. Geschlossene Gesellschaften sind in einer Straußwirtschaft tabu.
     

  6. Bestelle zu Handkäs‘ mit Musik niemals eine Gabel. Das würde einem Entweihen der Handkäskultur gleichkommen.
     

  7. Versuche nie, mit EC-Karte oder einer anderen bargeldlosen Methode zu zahlen. Erstens sind Getränke und Brotzeiten so billig, dass sich das gar nicht lohnt und zweitens kommt Plastikgeld
    in einer Straußwirtschaft einem Gesetzesverstoß gleich.

     

  8. Denke immer daran, dass im Apfelwein keine künstlichen Stoffe sind, die ihn lange haltbar machen. Wer in eine Straußwirtschaft geht, hat also die moralische Verpflichtung, der Wirtin beim Vernichten ihres Gebräus zu helfen. Es wird Dir keiner übel nehmen, wenn Du mehr trinkst, als Du eigentlich verträgst.
     

  9. Frage vor dem Besuch einer Straußwirtschaft nie den Arzt oder Apotheker um Rat. Sie werden mit Sicherheit von einem Besuch abraten, weil sie Angst haben, selbst keinen Platz mehr zu ergattern.

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